Lesung und Gespräch mit Marius Goldhorn (Berlin)

Die Gunst des Augenblicks - Prosa der Gegenwart

Erblühende Rose in Schillers Garten

Foto: Jennifer Günther
Erblühende Rose in Schillers Garten
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Veranstaltungseckdaten

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Beginn
Ende
Veranstaltungsarten
Lesung
Ort
Schillers Gartenhaus
Schillergäßchen 2
07745 Jena
Google Maps – LageplanExterner Link
Im Rahmen
Die Gunst des Augenblicks - Prosa der Gegenwart
Veranstaltungssprache
Deutsch
Barrierearmer Zugang
ja
Öffentlich
ja

Die Gunst des Augenblicks - Prosa der Gegenwart

Lesung und Gespräch mit dem Schriftsteller Marius Goldhorn (Berlin) in Schillers Gartenhaus am Dienstag, dem 3. November 2026, um 19.30 Uhr (Moderation: Boris Celeste). 

Marius Goldhorn:  ›Die Prozesse‹ (Kiepenheuer&Witsch)

Cover "Die Prozesse" von Marius Goldhorn

Foto: Kiepenheuer&Witsch

Brüssel im Spätsommer 2030, die Stadt ist in Aufruhr. Die Peripherie, die Marktplätze, Museen und Boulevards, überall kommen Menschen zusammen, protestieren und feiern, unerwartete Gemeinschaften entstehen, alte Ordnungen zerfallen.

Der Erzähler und sein Partner Ezra machen Urlaub in Ostende. Bei ihrer Rückkehr nach Brüssel werden sie von den Ereignissen mitgerissen, die bald auch ihre Beziehung auf eine harte Probe stellen.

Als Ezra, der einen politischen Blog betreibt, Opfer eines Anschlags wird, verlassen sie Brüssel und machen sich auf den Weg nach Norditalien. Auf dem entlegenen Hof einer mysteriösen Gärtnerin wollen sie zur Ruhe kommen. Doch ihr Rückzug wird zur surrealen Höllenfahrt – zu einer schicksalhaften Reise durch die Welt der Toten und Geister.

In hypnotischen Sätzen führt Marius Goldhorn zwei taumelnde Männer durch einen erschütterten Kontinent, zerrissen zwischen seiner Vergangenheit, seinen Verbrechen und der Sehnsucht nach Aufbruch. »Die Prozesse« ist eine aufwühlende Geschichte über Liebe, Schuld und Unschuld – und ein Roman von rätselhafter Klarheit.

Er drehte den Kopf zur Seite. Ich setzte mich auf einen Stuhl und folgte seinem Blick zum Mond. Ich hatte das Bedürfnis, nachts auf ihn aufzupassen. Ich stellte mir vor, wie ich ihm die Augen schloss. Ich spürte eine solche Kraft in mir, er muss es spüren, dachte ich, und dann schloss er wirklich die Augen.

Aus: ›Die Prozesse‹, S. 56.

 

»Ein tiefdunkles und funkelnd helles Zukunftsbild zugleich.« — Laura de Weck, SRF Kultur

Der Autor: Marius Goldhorn

Marius Goldhorn

Foto: © Tanita Olbrich

Marius Goldhorn wurde 1991 in Lahnstein geboren und studierte Geschichte und Philosophie in Berlin sowie Kreatives Schreiben am Literaturinstitut der Universität Hildesheim. 2020 erschien sein Gedichtband ›Yin‹ (Korbinian Verlag) und, im selben Jahr, sein Debütroman ›Park‹ (Suhrkamp Verlag). 2025 folgte sein zweiter Roman ›Die Prozesse‹ (Verlag Kiepenheuer&Witsch). Marius Goldhorn lebt und schreibt in Berlin.


Der Eintritt ist frei.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Schillers Gartenhaus und der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek.